Trainer C Judo Breitensport – ein Erlebnisbericht

Januar bis April 2018

Am 05.01.2018, kurz nach dem Jahreswechsel, startete das erste Ausbildungswochenende zum Trainer C Judo Breitensport in Strausberg. Die Anreise erfolgte bis 19 Uhr. Die Teilnehmer wurden von Martin Reißmann (6. Dan) und Jan Schröder (7. Dan) begrüßt, und wir bekamen einen Einblick in die uns erwartenden Aufgaben und Herausforderungen.
Vor uns lagen also fünf lange Wochenenden (jeweils Freitagabend bis Sonntagmittag)… mit reichlich Theorieunterricht und einem umfangreichen Praxisprogramm, das so manchen Muskelkater bereithalten sollte. Den Großteil der Ausbildung verbrachten wir auf der Matte. Hier stand u.a. das Technikprogramm aus den Kyu-Graden auf dem Plan – und dies immer wieder unter dem Blickwinkel eines korrekten Bewegungsvorbildes. Ebenso wurde das judospezifische methodische Repertoire erweitert, denn letztlich sollte man ja in der Lage sein Kindern Judo beizubringen. Besonders interessant – aber auch fordernd – war das Thema „Judo unter dem Fitnessgedanken“. So wurde am praktischen Beispiel erläutert, wie z.B. ein Kreistraining sinnvoll aufgebaut werden kann. Lehrgangsbegleitend wurde zudem der turnerische Bereich geprüft. Auf dem Plan standen Dinge wie eine Turnerrolle vorwärts, die Rolle rückwärts, die Rolle rückwärts in den flüchtigen Handstand, Handstand, Kopfstand und eben Radschlagen. Ich muss zugeben, dass die ein oder andere Übung schon eine ziemliche Herausforderung war.
Eine wesentliche Prüfungsleistung war das Erstellen einer Hausarbeit/Lehrprobe. Diese war bis zum fünften Lehrgang vorzulegen. Die vermittelten methodischen Grundsätze sollten hier klar erkennbar sein. Wer seine Arbeit schon zeitig abgegeben hat, bekam auch vorab ein Feedback, ob das Geschriebene als Prüfungsleistung ausreichend ist … oder eben nicht. So hatte man ggf. die Möglichkeit etwas nachzuarbeiten. Ich war erleichtert, dass meine Arbeit gleich „durchgegangen“ ist. So konnte man sich auf andere Dinge konzentrieren.
Die abschließende Prüfung fand am 14.04.2018 ebenfalls in Strausberg statt. Vor der Prüfungskommission, bestehend aus Jan Schröder und Martin Reißmann, mussten wir unser Wissen und Können unter Beweis stellen. Um 13 Uhr schlug dann auch meine Stunde der Wahrheit. Der Vorgabe von Jan Schröder folgend arbeiteten wir das Stand- und Bodenprogramm ab … Uchi-komi statisch und dynamisch aus verschiedenen Bewegungs- und Wurfrichtungen, gefolgt von den Grundhaltegriffen, Hebeln und Würgegriffen des Kyu-Programms. Hauptaugenmerk lag hier, wie schon in der Ausbildung, auf der Umsetzung eines korrekten Bewegungsvorbildes. Dem praktischen Teil der Prüfung schloss sich sodann die Theorie an, und hierfür wurde im Vorfeld fleißig gelernt. Prüfungen haben es leider so an sich, dass man nicht weiß, was thematisiert wird. Judospezifische Themen, Fragen zur Anatomie, zur Ernährung/Gewichtmachen und zum Vereinsmanagement standen offen. Die Fragerunde entwickelte sich in der Gruppenprüfung jedoch wider Erwarten fast schon zu einem entspannten Zwiegespräch. Hier bewahrheitete sich mit Sicherheit der Grundsatz, dass Bewegung zum Stressabbau beiträgt ;o) Das lockerte die Atmosphäre auf und wir steuerten der letzten Etappe, der Auswertung der Hausarbeit/Lehrprobe, entgegen.
Nach der 90minütigen Prüfung waren wir recht erleichtert und auch stolz, als uns die beiden Prüfer zur erfolgreichen Trainer-C-Prüfung gratulierten. Doch nicht nur das war Lohn für die Mühe der zurückliegenden Monate sondern auch neu geknüpfte Freundschaften, die an jedem gemeinsamen Samstag in geselliger Runde mit einem Bierchen und lebhaften Geschichten gefestigt wurden.

Text: S. Adomat / Bilder: M. Reißmann

Und hier die Bilder

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